Drohnenführerschein

Wer den Luftraum nutzt, muss wissen was er tut

Drohnen sind kein harmloses Spielzeug. Verkehrsminister Dobrindt fordert deshalb eine Registrierungspflicht für Modellflugzeuge und Dröhnchen, denn Multikopter sind bei weitem keine Drohnen in herkömmlichen Sinne.

In den USA wurde bereits Ende 2015 die Registrierpflicht für Drohnen ab einem Gewicht von etwa 250 Gramm eingeführt. Die Piloten müssen seitdem ihre Multikopter kennzeichnen und eine online Registrierung mit Name, Anschrift, E-Mail-Adresse und Fluggerät durchführen. In Deutschland möchte Herr Dobrindt eine ähnliche Regelung einführen. Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) sagte im Dezember 2015: “Drohnen, die schwerer als 0,5 kg sind, sollen zukünftig registriert werden, um den Eigentümer identifizieren zu können.” Auch hier sollen Kennzeichen und Adresse des Besitzers in einer Datenbank gespeichert werden um im Falle eines Deliktes den Pilot ausfindig machen zu können.

Leider macht Herr Dobrint dabei keinen Unterschied zwischen dem typischen Modellflieger der seinem Sport nachgeht, dem professionellen Luftfotografen der seine Bilder mit einem Multikopter erstellt noch zwischen dem 10 Jährigen der seinen DJI Phantom im eigenen Garten oder auf der nächst gelegenen Wiese fliegt.

Man mag von neu geplanten Regelungen, dem Drohnenführerschein, halten was man will, angesichts der steigenden Flugkörpern am Himmel erscheint eine neue Regelung sinnvoll, ob wir es wollen oder nicht. Neueinsteiger müssen sich auf jeden Fall mit den gesetzlichen Regelungen auseinandersetzen und diese einhalten!

Aufstiegsgenehmigung in Bayern

Seit 18.01.2016 ist in Bayern der gewerbliche Einsatz von unbemannten Luftfahrsystemen bis zu einer Gesamtabflugmasse bis 5 kg per Allgemeinverfügung zugelassen.
Sie müssten sich diese Allgemeinverfügung auf der Homepage der Regierung von Oberbayern  herunterladen und die dort beigefügte Erklärung, dass Sie von der Allgemeinverfügung Gebrauch machen und die Datenschutzbestimmungen beachten. Diese Bestätigung müssen Sie uns schriftlich (im Original per Post) einsenden.

Zu beachten ist, dass o.g. eingestellte Allgemeinverfügung nur für den Zuständigkeitsbereich (Oberbayern, Niederbayern und Schwaben) gilt. Sollten Sie auch in Nordbayern tätig sein, müssten Sie die selbe Prozedur auch beim Luftamt Nordbayern in Nürnberg machen.

Lassen Sie sich also nicht von irgendwelchen Zertifikaten und Hochglanzpapieren verwirren, zur Erlangung einer Aufstiegsgenehmigung in Bayern brauchen Sie diese nicht!


Hier eine paar aktuelle Artikel von unserem Verband DMFV zu diesem Thema:

Drohende Einschränkungen für den Modellflugsport: DMFV-Engagement bringt erste Erfolge

Seit dem Bekanntwerden geplanter Einschränkungen für den Modellflugsport durch die Politik, engagiert sich der Deutsche Modellflieger Verband (DMFV) mit Nachdruck für den Erhalt dieser Sportart. Und das auf nationaler und europäischer Ebene. Dabei konnte der Verband erste Erfolge verzeichnen, die nur aufgrund seiner guten Vernetzung auf politischer Ebene und durch die breite Unterstützung an der Basis möglich wurden.

 

Gespräch in Berlin: DMFV beim BMVI

Am 25. Februar 2016 fand ein Gespräch des DMFV mit dem Staatssekretär des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) Michael Odenwald in Berlin statt.

In diesem Zusammenhang bittet der DMFV um die Meinung seiner Verbandsmitglieder: Wie würden Sie die angebotene Lösung über eine „Ausnahmeregelung“ bewerten? Wäre Sie unter gewissen Umständen für Sie akzeptabel?
Schreiben Sie Ihre Meinung an info@dmfv.aero oder per Post an Deutscher Modellflieger Verband, Rochusstraße 104-106, 53123 Bonn.

 

Neue Luftverkehrsordnung in Kraft getreten

Seit dem 06. November 2015 gilt in Deutschland die neue Luftverkehrsordnung (LuftVO). Hintergrund dieser Änderung ist die Absicht, die Luftverkehrsregeln europaweit zu vereinheitlichen und zu harmonisieren. Zu diesem Zweck hat die Europäische Kommission am 26. September 2012 die Durchführungsverordnung (EU) Nr. 923/2012 verabschiedet, in der auch allgemein gültige Luftverkehrsregeln in Form von „Standardised European Rules of he Air“ (SERA) enthalten sind. Ab dem 05. Dezember 2014 waren diese standardisierten europäischen Luftverkehrsregeln auch in Deutschland direkt anwendbar.

Kampf um den Luftraum

Oder geht es womöglich doch nur um etwas ganz anderes? Hier ein aktuelles Video des Bayrischen Rundfunks aus der Sendung Quer

Geht es Herrn Dobrindt wirklich nur um unsere Sicherheit? Oder sollen die Hobby-Flieger den Luftraum für kommerzielle Drohnennutzer wie Google und Amazon räumen?


 

Update September 2017

 

Drohnen Kenntnisnachweis, Flugkundenachweis, oder Drohnen Führerschein, sind ab sofort Online verfügbar. Achtung es gibt zwei Varianten des Kenntnisnachweises nach §21d oder §21e. Die Unterschiede werden weiter unten erklärt.

Gemäß der neuer Drohnen-Verordnung benötigen alle Piloten, die eine Drohne mit einem Abfluggewicht von mehr als zwei Kilogramm steuern, ab Oktober 2017 den so genannten Drohen Kenntnisnachweis . Bei diesem handelt es sich um den Nachweis der Kenntnisse beim Umgang mit  unbemannten Fluggeräten. Der Kenntnisnachweis kann durch eine vom Luftfahrt-Bundesamt anerkannte Stelle erteilt werden.
Die günstigste Alternative ist die Online Version nach §21e die man z.B über einen Luftsportverband (Modellflugverband) erwerben kann. Vorher sollte man sich die Verordnung genau durchlesen um zu verstehen wo man ‘ungestraft’ fliegen darf.

Achtung es gibt zwei Varianten des Kenntnisnachweis nach §21d oder §21e.

Sobald die Drohne auch nur in Einzelfällen zu gewerblichen Zwecken geflogen wird, ist die nach Paragraph 21e ausgestellte Bescheinigung nicht ausreichend. Um gesetzeskonform zu fliegen, wird ein Kenntnisnachweis nach Paragraph 21d LuftVO durch eine vom LBA anerkannte Stelle benötigt. Die Unterschiede werden weiter unten erklärt.

Das sind die wesentlichen Punkte der Neuregulierung neben dem Drohnen Kenntnisnachweis:

  1. Kennzeichnungspflicht:
    Jedes Modellflugzeug und unbemannte Luftfahrtsystem (Multicopter oder Drohne genannt) mit einem Abfluggewicht über 250 Gramm hat eine Kennzeichnung mit Namen und Anschrift des Halters zu führen. Die „Plakette“ muss feuerfest sein.
  2. Flugkundenachweis:
    Ab einem Abfluggewicht von 2 Kilogramm muss der Pilot einen Drohnen Kenntnisnachweis nachweisen.
  3. Aufstiegserlaubnispflicht > 5 Kg:
    Ab einem Abfluggewicht von 5 Kilogramm benötigen Modellflugzeuge eine Aufstiegserlaubnis. Diese wird weiterhin durch die Landesluftfahrtbehörde des Bundeslandes ausgestellt.
  4. 100m maximale Flughöhe:
    Modellflugzeuge und Drohnen werden in Zukunft gleichgestellt, der Betrieb in einer Höhe von über 100m über Grund darf nur auf zugelassenen Modellflugplätzen, oder mit einer Aufstiegserlaubnis durch die Landesluftfahrtbehörde durchgeführt werden.
  5. Ausnahme für BOS:
    Drohnen im Einsatz von Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) unterliegen keinen weitere Auflagen und können durch eigene oder beauftragte dritte Personen ohne Flugbefähigungsnachweis oder Aufstiegserlaubnis im Einsatzfall eingesetzt werden. Die allgemeinen Luftfahrtbestimmungen sind jedoch einzuhalten.
  6. Mindestabstände:
    Die Abstände zu Unglücksorten, Katastrophengebieten sowie Einsatzorten von BOS oder Bundeswehr wurde auf 100 m festgelegt. Diese Abstandsregelung gilt auch für diverse Behördenstandorte sowie Bundesfernstraßen, Bundeswasserstraßen und Bahnanlagen, soweit der Betrieb nicht ausdrücklich gestattet wurde.
  7. Naturschutzgebiete:
    Nationalparks und Naturschutzgebiete dürfen zukünftig nicht mehr überflogen werden, auch wenn das in der Schutzverordnung nicht ausdrücklich schriftlich veröffentlicht wurde.
    Nationalparks und Naturschutzgebiete sind somit Flugverbotszonen.
  8. Wohngebiete:
    Der Betrieb von Geräten über 250 Gramm über Wohngrundstücken bedarf der vorherigen Erlaubnis des Eigentümers oder eines Nutzungsberechtigen.
  9. FPV:
    Der FPV Flug mit Beobachter wird bei einem Abfluggewicht von unter 250 Gramm erlaubt.
  10. Betrieb außerhalb der Sichtweite:
    Für Drohnen mit einem Abfluggewicht von über 5 Kilogramm ist es grundsätzlich möglich. Die entsprechende Erlaubnis für einen Betrieb außerhalb der Sichtweite muss beantragt werden.

Die Kosten des Kenntnisnachweises können von Anbieter zu Anbieter stark variieren. Je nachdem, ob die Prüfung auch eine Online-Schulung oder Präsenz-Schulung einschließt, können sich die Kosten auf etwa 200,- bis zu über 500,- Euro inklusive Prüfungsgebühr belaufen. Wird vom Anbieter ein mehrtägiges, theoretisches als auch praktisches Seminar der Drohnen-Prüfung vorangestellt, können sich die Kosten sogar auf mehrere tausend Euro belaufen. Anfahrtskosten, Verpflegung sowie Übernachtung sollten ebenfalls nicht außer Acht gelassen werden.
In jedem Falle sollten Sie sich vor einer Anmeldung über Kosten und andere Verbindlichkeiten informieren. Wer lesen kann, der kann sich diese Kosten allerdings komplett sparen.


Drohnen Kenntnisnachweis, Online Training kostenlos

  1. Zur Vorbereitung empfehle ich Ihnen das kostenlose Online Training von SafeDrone, mit abschließendem Zertifikat 
    Das Zertifikat von SafeDrone hat sehr wertvollen Inhalt und ich kann es jedem empfehlen. Im Gegensatz dazu sind Fragen für den Online Kenntnisnachweis sehr leicht und erlauben es jedem ohne jegliche Kenntnisse das Dokument zu erlangen.

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2. Der Drohnen Kenntnisnachweis gemäß § 21 e kann über den DMFV Online erworben werden. Diese wertvolle PDF Dokument kostet 26,75€ und ist 5 Jahre gültig. Der Kenntnisnachweis gemäß § 21  gilt nicht für gewerbliche Piloten!

 

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Ehrlich gesagt, sehr viel heiße Luft um NICHTS. Den Kenntnisnachweis nach §21e kann praktisch jeder erlangen, der eine Maus am Bildschirm bedienen kann.

Die zahlreich am Markt angebotenen Crash Kurse wie Drohnen-Pilotenschein, Kenntnisnachweis, Schulung und Prüfung können sie sich mit o.g. Schulung von SafeDrone und der Online Version erst mal sparen. Trotzdem empfehle ich jedem die Verordnung genau zu lesen und während des Fliegens zu beachten!


Gewerblich oder Privat? § 21d oder § 21e, was sind die Unterschiede???

Gewerbliche Piloten mit einem Fluggerät mit einer Startmasse von mehr als zwei Kilogramm benötigen den Kenntnisnachweis nach § 21d einer durch das LBA anerkannte Stelle.

Stand November 2017, gibt es noch keine Online-Prüfung für den Nachweis nach Paragraph 21d. D.h. man muss zwingend zu einer vom LBA zertifizierten Stelle um die Prüfung abzulegen.

Ich habe meinen Kenntnisnachweis nach § 21d bei FF-Multicopter ‘erworben’. Mit dem zur Verfügung gestellten online Quiz, kann man sich auf die Prüfung vorbereiten. Dies hat bei mir und meinem Kollegen wunderbar geklappt und wir konnten den Nachweis mit minimalen Kosten von 129€ erlangen.

Die Teilnahme zum Kenntnisnachweis ist eine theoretische Prüfung wo der Teilnehmer 75% der Fragen jeden Fachgebietes – A) Luftrecht & Luftraumordnung, B) Meteorologie, C) Anwendung/Flugbetrieb & Navigation – richtig beantwortet haben muß. Mit bestandener Prüfung des Kenntnisnachweises erhält jeder Teilnehmer den Drohnenführerschein. Die Vorderseite sieht so aus 😉


Sicherer Drohnenflug mit der DFS-DrohnenApp

Seit Ende Juli ist in den App-Stores iOs und Google Play Store die DFS-DrohnenApp kostenfrei erhältlich. Die App informiert die Nutzer über geltende Regeln und Vorschriften für die Verwendung von Drohnen in Deutschland.


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